Şehbal Şenyurt Arınlı

SAMSTAG, 24 Juli 2021 um 19 UHR (Emilienstrasse 19, 20259 Hamburg)

Autorin / Dokumentarfilmemacherin / Journalistin / Menschenrechtsaktivistin

Die studierte Politikwissenschaftlerin und Journalistin in Ankara. Şehbal Şenyurt Arınlı wurde 1962 in Giresun geboren und lebte in Istanbul, Bodrum, Amed (Diyarbakır).

Sie ist Dokumentarfilmerin und -produzentin, außerdem war sie die erste Kamerafrau der Türkei. In den 1990er Jahren arbeitete sie für internationale Presseorgane und TV Nachrichtenmagazine. Sie verwirklichte unterschiedliche Projekte im Ausland. Ihre vielen Filme, unter anderem „Sulhname“ (Das Friedensbuch) oder „Kırlangıcın Yuvası“ (Das Nest der Schwalbe), wurden in zahlreichen Ländern gezeigt. Als Gründerin des Dokumentarfilmerverbands BSB engagierte sich Şenyurt Arınlı für die Präsenz von Frauen in der Filmbranche, sie entwickelte Workshops und Hochschulseminare und arbeitete intensiv zu Themenkomplexen Genozid, Bevölkerungsaustausch, Exil/Verbannung. Sie engagierte sich in verschiedenen NGOs, besonders zur demokratischen Lösung des Kurdenkonflikts. Viele ihrer Texte erschienen in Zeitungen und diversen Zeitschriften. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern der Frauennachrichtenagentur JINHA, die sie auch weiterhin unterstützt. Themen wie Minderheitenrechte, Kurdenkonflikt, Antimilitarismus, Kampf für Frauenrechte oder Entwicklung alternativer ökologischer Lebensmodelle sind das Hauptmotiv für ihr engagiertes Arbeiten.

Sie engagierte sich politisch in verschiedenen Funktionen, unter anderem kandidierte sie für das Parlament 2011 für die BDP (Barış ve Demokrasi Partisi – Partei des Friedens und der Demokratie-) später HDP (Halklarin Demokratik Partisi – Demokratische Partei der Völker-), sowie in dem DTK (Demokratik Toplum Kongresi – Kongress der Demokratischen Gesellschaft). Im Juli 2017 wurde sie festgenommen. Nur durch einen Zufall kam sie frei und konnte nach Deutschland fliehen.

Von September 2017 bis Dezember 2020 lebte Şehbal Şenyurt Arınlı als PEN-Stipendiatin des Writers in Exile-Programms in Nürnberg und setzte ihre Aktivitäten fort. Jetzt lebt sie in Fürth.

Şenyurt Arınlı ist zu Lesungen eingeladen, beteiligt sich an Projekten und gibt mehrtägige Workshops, für Frauen und mit Kindern und Jugendlichen.

Sie veröffentlicht auch in Deutschland Artikel in verschiedenen Zeitschriften. Ihr Buch „Zwei Autorinnen im Transit, Ein Dialog“, eine Korrespondenz mit der Autorin Terezia Mora wurde in 2019 von binooki Verlag veröffentlicht.

Weitere Werke sind in Vorbereitung.  

Foto: Stefanie Silber

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